An der Westküste findet man weiße Sandstrände, wie hier zwischen Mallaig und Morar, die an die Karibik erinnern – nur mit Schafen. Zweimal am Tag kommt hier die aus „Harry Potter“ bekannte Dampflok vorbei, die früher, als vor der Küste noch Heringe gefischt wurden, den Hafen von Mallaig mit Fort William im Südosten verbunden hat | Foto: Philip Ruopp

An der Westküste findet man weiße Sandstrände, wie hier zwischen Mallaig und Morar, die an die Karibik erinnern – nur mit Schafen. Zweimal am Tag kommt hier die aus „Harry Potter“ bekannte Dampflok vorbei, die früher, als vor der Küste noch Heringe gefischt wurden, den Hafen von Mallaig mit Fort William im Südosten verbunden hat | Foto: Philip Ruopp

Durch das wilde Schottland

20.09.2019

Auf nach Schottland: Mit einem zum Reisemobil umgebauten Land Rover und einem E-Mountainbike fuhr Tobias Woggon in den wilden, einsamen und erhabenen Nordwesten der britischen Insel. Bei seiner Tour, über die er ein Buch schreibt, gelangen ihm fantastische Bilder

Über das ganze Land verteilt findet man Trail-Center wie die Seven Stanes oder die Trails im Glenlivit-Estate. Diese bieten Fahrspaß für jede Könnerstufe – egal, ob man auf dem E-Bike oder dem analogen Mountainbike unterwegs ist.

Eine „Bothy“ nennt man in Großbritannien urige Hütten im Nirgendwo, die Wanderern Obdach und Schutz bieten. Der Physio therapeut Paul (l. u.) ist zusammen mit seiner Frau aus dem Südosten Englands auf die Isle of Skye gezogen, um eine traditionelle Bothy wiederaufzubauen. Die „Lusa Bothy“ findet man auch auf Airbnb

Der Sligachan-Trail auf der Isle of Skye führt am Fuß des Cuillin-Massivs entlang und muss trotz E-Unterstützung stellenweise zu Fuß gemeistert werden

(GHOST HYBRIDE SL AMR X (r.) | Mittelmotor: Shimano DU-E8000 | Akku: Shimano, 504 Wh | Kettenschaltung: Sram EX1 8-S, 8 Gänge | Scheibenbremsen: Sram Code R 4/4 Piston | Gewicht 21,3 kg)

Der Sgurr Nan Gillean erhebt sich knapp 1000 Meter hoch über das Sligachan-Tal

Wild campen ist in Schottland grundsätzlich erlaubt, die richtige Ausrüstung sollte man schon dabeihaben

Karte

THE WILD, WILD NORTH

Sie war geplant als ein Förderprogramm für die abgelegenen Regionen im Nordwesten Schottlands. Über 800 Kilometer führt sie von Inverness im Osten einmal rund herum durch den Norden und Westen der nördlichen Highlands. Heute gilt sie als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt: die North Coast 500. Aber selbst Tobias Woggon hat es erst bei seinem letzten (dem 13.) Schottland-Besuch dorthin verschlagen. Die Kombination aus Camper und E-Bike ist wie gemacht für die wilde und oft einsame Gegend – die aber in Sachen Bike- und Camping-Infrastruktur gut erschlossen ist. Ähnlich wie in Teilen Skandinaviens ist auch das wilde Campen in den nördlichen Highlands ausdrücklich erlaubt – solange man sich an den „Scottish Outdoor Access Code“ hält. www.outdooraccess-scotland.scot

© 2020 FOCUS Magazin GmbH